Freitag, 19. Januar 2018
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Forschungsgruppe Wahlen: SPD verliert deutlich
Erzeugerpreise im Jahr 2017 um 2,6 Prozent gestiegen
Dow-Jones-Index lässt nach - Euro stärker
Umfrage: Schwarz-Grün verliert Mehrheit in Hessen
Mindestens sechs Tote nach Orkan - Bahnverkehr rollt wieder an
Politiker fordern Einsatz gegen Einsamkeit
AfD-Politiker Boehringer soll Haushaltsausschuss-Chef werden
Deutsche Bank will IT-Geschäft massiv ausbauen
Schäuble plädiert für neue Große Koalition
Ströbele kritisiert Zusammensetzung des Geheimdienst-Kontrollgremiums

Newsticker

20:41Zerstrittener AfD-Landesvorstand in Niedersachsen abgesetzt
20:00Mächtige SPD-Landesverbände stellen Bedingungen für GroKo
19:30Berlin besorgt über Einfluss der FPÖ auf Geheimdienste
18:00Hendricks will Strafsteuer gegen Bodenspekulanten
18:00Bericht: Berlin will Aufrüstung türkischer Leopard-Panzer genehmigen
18:00Bericht: Bundesregierung erwartet für 2018 Wachstum von 2,3 Prozent
18:00Regierungsgutachten fordert Hardware-Nachrüstungen bei Dieselautos
18:00Weniger Spenden für Hilfsorganisationen im Mittelmeer
18:00Auf dem Bau und bei Gebäudereinigern droht Mindestlohnlücke
17:55Merkel: Starkes Europa nicht von SPD-Votum abhängig
17:37DAX legt zu - Adidas erholt sich
16:29Immer mehr Flüchtlinge bekommen Hartz IV
15:56"Tatort"-Regisseur benannte seine Katzen nach Prahl und Liefers
15:19Schlagerband Klubbb3 neue Nummer eins der Album-Charts
14:51Bosch will bald über Batteriezellen-Fabrik entscheiden

Börse

Zum Wochenausklang hat der DAX zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 13.434,45 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,15 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Dabei setzte sich die Adidas-Aktie an die Spitze der Kursliste und legte bis kurz vor Handelsschluss mit rund sechs Prozent am kräftigsten zu. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Wetter: Regen lässt nach

In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge vorübergehend ab, ehe es später in der Osthälfte erneut zu regnen beginnt. Auch im Süden setzen wieder Niederschläge ein, wobei im Schwarzwald, auf der Alb und an den Alpen die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m sinkt. Darüber fallen einige Zentimeter Neuschnee und es tritt Glätte durch Schneematsch auf. [Weiter...]

Graphik: Deutscher Wetterdienst

Wirtschaft kritisiert Bedingungen für Glasfaserausbau


Tastatur / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Vertreter der deutschen Wirtschaft kritisieren die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Infrastrukturausbau in Deutschland. "An den Rahmenbedingungen für unsere Industrie hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert", sagte Telekom-Chef Timotheus Höttges beim "Welt"-Wirtschaftsgipfel am Mittwoch im Berliner Axel-Springer-Haus. "Können wir es uns leisten, den modernen Glasfaserausbau genauso zu regulieren, wie das Kupfernetz aus Kaiser Wilhelms Zeiten? Ich meine: Nein."

Der Ausbau des Netzes müsse sich auch für die Unternehmen lohnen. "Solange der Netzausbau privat investiert werden soll, müssen die kommerziellen Bedingungen Sinn machen", sagte Höttges. "Wenn jeder Wettbewerber - ohne ins Risiko zu gehen - sofort ein neu gebautes Glasfasernetz mitbenutzen darf, wird niemand investieren." Es gebe zwar in Deutschland sechs Ministerien, die sich um das Thema Digitalisierung kümmern sollen. "Was wir brauchen ist eine digitale Agentur, die diese drängenden Fragen zentral regelt", sagte der Telekom-Chef. "Die neue Regierung muss sich jetzt endlich mutig an neue Lösungen heranwagen." Unterstützung erhielt der Telekom-Chef vom Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf. "Gigabitausbau erfordert eine Vereinfachung des Planungsrechts und eines staatlich fair geregelten Investitions- und Infrastrukturwettbewerbs", sagte Kempf beim "Welt"-Wirtschaftsgipfel. "Wegen hoher privater Investitionskosten ist zusätzlich politisches Handeln zum Anreiz der Nachfrage erforderlich." Ein sinnvolles Instrument seien Gigabit-Gutscheine, etwa für kleine und mittlere Unternehmen oder Schulen. Diese würden zeitlich befristete Zuschüsse für Gigabit-Anschlüsse gewähren. "Die Erlöse aus den Vergaben der UMTS- und 5G-Lizenzen bieten der Bundesregierung zusätzlichen Handlungsspielraum zur Unterstützung des Gigabitausbaus", sagte Kempf. Auch der Chef der Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport Stefan Schulte kritisierte die Bedingungen bei der Planung von Großprojekten. "Die Planfeststellungsverfahren sind sehr komplex und dauern daher zu lange", sagte er beim Gipfel. "Außerdem kann auch eine bessere Bürgerbeteiligung allein nicht verhindern, dass geklagt wird und sich dadurch die Bauvorhaben zusätzlich in die Länge ziehen." Man müsse insgesamt schneller zu Entscheidungen kommen. Grundsätzlich sei es in Deutschland aber immer noch möglich, auch große Infrastrukturprojekte zu verwirklichen, so Schulte. "Das haben wir nicht zuletzt am Flughafen Frankfurt mehrfach bewiesen." Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, sieht hingegen andere Ursachen für den schleppenden Infrastrukturausbau. "Beim Breitbandausbau passiert viel zu wenig", sagte Göring-Eckardt. "Und das liegt nicht allein an unserem Planungsrecht, also daran, dass angeblich bei jedem Großprojekt der letzte Lurch geschützt werden müsse." Der Bau des Berliner Flughafens stoppe beispielsweise wegen Managementfehlern. "Die Digitalisierung stockt, weil die Bundesregierung mutlos ist, klare Zuständigkeiten zu benennen", sagte die Grünen-Politikerin. "Ich bin gespannt, ob das Thema jetzt bei den Sondierungen den Platz erhält, den es seiner unbestrittenen Bedeutung nach einnehmen muss, oder ob nur ein Amt für jemanden geschaffen wird, der noch einen Job braucht." Man müsse die Menschen vor Ort bei der Planung von Infrastrukturprojekten mitnehmen. "Frühzeitige Einbindung vermeidet spätere Klagewellen", sagte Göring-Eckardt. "Vielen Menschen wird erst bewusst, dass es mit einem der Vorhaben losgeht, wenn der Bagger vor der Tür steht."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Bookmark and Share  

NEWS25-Meldung vom 10.01.2018 - 18:10 Uhr

   © news25 2015 | Impressum