Montag, 27. Juli 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Linke stellt Fünf-Punkte-Plan gegen Hitzewellen vor
GIZ-Vorstand Schäfer-Gümbel verteidigt Rückzug aus dem Jemen
Bericht: Audi prüft Senkung der Produktionskapazitäten
Dax startet deutlich im Plus - neue Nahost-Friedenshoffnungen
Ifo-Geschäftsklimaindex im Juli gestiegen
Bericht: Zweiter Verdächtiger nach CSD-Todesfahrt frei
Finanzmittel gegen postinfektiöse Erkrankungen fließen nur langsam
Ermittlungen nach CSD-Anschlag gehen weiter
CDU-Fraktion Rheinland-Pfalz sagt Kanzler-Treffen ab
Stimmung in deutscher Wirtschaft verbessert

Newsticker

22:17US-Börsen geben Großteil der Gewinne wieder ab - KI im Fokus
21:49Minister-Wechsel am Mittwoch vor Unions-Fraktionssitzung
19:24Dobrindt verteidigt nach CSD-Anschlag Bundesbehörden
18:25Schulze will Gefährdern deutschen Pass entziehen
18:12Geschasster Staatssekretär Sorge wettert gegen Merz
18:05Bericht: Ermittler hatten Kamera vor Haustür von CSD-Attentäter
17:39Dax legt deutlich zu - Investoren schauen auf Energiepreise
17:12Nach CSD-Anschlag: Union gegen Bewährungsstrafen für Gefährder
17:07Datenschützerin kritisiert Geheimdienstreform scharf
17:03Dobrindt kündigt Sicherheitspaket nach CSD-Anschlag an
16:59Erstmals nach 15 Jahren wieder Direktflüge nach Syrien
16:38Senioren-Union fordert nach CSD-Anschlag härtere Strafen
15:29FDP wirft Merz "Chaos und Dilettantismus" vor
15:02GdP warnt vor "Tendenz zur Einzelradikalisierung"
14:12Pawlik fordert Prävention gegen Radikalisierung von Kindern

Börse

Zum Wochenstart hat der Dax kräftig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss stand der Index bei 25.361 Punkten und damit 1,0 Prozent höher als am Freitagnachmittag. Das Handelsvolumen war dabei allerdings stark ausgedünnt. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Dobrindt verteidigt nach CSD-Anschlag Bundesbehörden


Polizei am Tatort nach Todesfahrt beim CSD / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die richterliche Entscheidung im Fall des CSD-Attentäters scharf kritisiert und zugleich die Bundesbehörden gegen Vorwürfe des Versagens in Schutz genommen.

Der Täter sei den Sicherheitsbehörden bekannt und als Gefährder eingestuft gewesen, seine Verurteilung sei jedoch zur Bewährung ausgesetzt worden - zudem habe er sich vor Beginn einer Deradikalisierungsmaßnahme befunden. "Ich habe kein Verständnis dafür, dass diese Strafe auf Bewährung ausgesetzt worden ist", sagte Dobrindt am Montag den ARD-Tagesthemen. Die Staatsanwaltschaft habe gegen das Urteil bereits Beschwerde eingelegt, über die bislang aber noch nicht entschieden worden sei.

Auf die Frage, ob die Bundesbehörden Fehler gemacht hätten, verwies der Minister auf die föderale Zuständigkeit: Die technischen Überwachungsmaßnahmen gegen den Mann seien von Berliner Landesbehörden durchgeführt worden, hätten den Anschlag aber nicht verhindern können. Die Einstufung als Gefährder sei richtig gewesen, ebenso das Gerichtsverfahren - das eigentliche Problem verortet Dobrindt im Ausgang der Gerichtsentscheidung selbst.

Zurückhaltend äußerte sich Dobrindt zu Forderungen, den Zugang von Gefährdern zu Mietfahrzeugen zu erschweren, nachdem der Täter unbemerkt einen Transporter angemietet hatte. "Mir fehlt der Glaube daran, dass sowas zu lösen wäre", so der Minister - wer kein Auto mieten könne, leihe sich eines aus, kaufe eines unter falschem Namen oder stehle es. Das eigentliche Problem müsse an anderer Stelle angegangen werden.

Zur Forderung von CSU-Chef Markus Söder, Gefährdern die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen, zeigte sich Dobrindt gesprächsbereit, aber zurückhaltend: Das komme nur bei Doppelstaatlern infrage, setze eine bestehende zweite Staatsangehörigkeit voraus und erfordere die Bereitschaft zur Abschiebung ins Herkunftsland. Das sei "ein sehr komplexes Unterfangen", so Dobrindt in der ARD, ihm gehe es zunächst um schneller umsetzbare Maßnahmen.

Auf den Einwand, es fehle schlicht an Personal für Überwachung, widersprach Dobrindt: Es gebe ausreichend Personal und Überwachungsmöglichkeiten - das Problem liege auch in der unzureichenden Anwendung bestehender Gesetze.

Mit Blick auf den Anschlag vom Breitscheidplatz 2016 räumte der Minister ein, dass sich nicht alle Risiken beseitigen ließen: Der Staat könne Gefährder bestmöglich unter Kontrolle halten, eine hundertprozentige Ausschaltung der Gefahr sei aber nicht möglich. Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft müssten abgeschoben werden, mit deutschen Staatsbürgern unter den Gefährdern müsse man im Land umgehen.

Bereits zuvor war bekannt geworden, dass der Innenminister nun ein umfassendes Sicherheitspaket plant. Dobrindt fordert Regeln, die verhindern, dass Gefährder nach Jugendstrafrecht behandelt werden - und schon gar nicht auf Bewährung in Freiheit kommen. Er sprach sich dafür aus, stärker mit Einschränkungen der Bewegungsfreiheit zu arbeiten, etwa durch elektronische Fußfesseln. Präventivhaft für Gefährder sei aus seiner Sicht zwingend notwendig - die entsprechenden Regelungen in den Polizeigesetzen der Länder seien derzeit sehr unterschiedlich, weshalb eine bundesweit einheitliche Umsetzung nötig sei.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 27.07.2026 - 19:24 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung