Donnerstag, 30. Juli 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Dax am Mittag weiter im Minus - Symrise gefragt
"Immobilienscout" reagiert auf obszönes Video vom CSD
Dax startet im Minus - Adidas-Aktie bricht ein
Inflation zieht im Juli kräftig an
Bahn macht nach 7 Jahren wieder Gewinn - Neuer Passagierrekord
AfD will Fünf-Prozent-Hürde ersatzlos streichen
Ifo-Institut kritisiert EU-Plan zur Industrieförderung
DIW: Höheres Frührentenalter spart 700 Millionen Euro pro Jahrgang
Reservistenverband kritisiert Umgang mit ehemaligen Soldaten
Studie: Viele Kinder beim Radfahren unsicher

Newsticker

22:20US-Börsen legen zu - Kurssprung bei Microsoft
22:17Auch Concacaf lehnt Fifa-Pläne ab - keine Boykottdrohung
22:02Spanien entsendet Militär nach Ceuta
21:10Waldbrand-Experte empfiehlt verstärkten Mischwaldanbau
19:35Kölns Kaderplaner sieht KI als wichtigen Helfer
18:09Digitalministerium startet "Mittelstands-Initiative"
17:49Bundesregierung pocht auf Zuschlag für KI-Superrechenzentren
17:45Georg Milde wird Stabschef von Warken im Kanzleramt
17:37Dax legt zu - Inflationsdaten im Bereich der Erwartungen
17:29Uefa droht mit Boykott aller Fifa-Turniere
16:55Studie: Viele Kinder beim Radfahren unsicher
15:48Verdi klagt in Karlsruhe gegen bayerisches Ladenschlussgesetz
15:04Seeheimer wollen Teile der Kapitalrente in Start-ups anlegen
14:54Migrantenansturm auf spanischen Exklave Ceuta
14:26Pflegerat fordert "wirkliche Strukturreform" in der Pflege

Börse

Am Donnerstag hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.612 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, Siemens Energy und Symrise, am Ende Adidas, SAP und Zalando. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

AfD will Fünf-Prozent-Hürde ersatzlos streichen


Alice Weidel (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Die AfD spricht sich für die ersatzlose Streichung der Fünf-Prozent-Hürde bei Bundestags- und Landtagswahlen aus.

"Grundsätzlich ist es ein gravierender Mangel und eine Verzerrung des demokratischen Wettbewerbs, wenn große Anteile der Wählerstimmen durch eine Sperrklausel faktisch entwertet werden und das Prinzip der Wahlrechtsgleichheit dadurch ausgehebelt wird", sagte AfD-Partei- und Fraktionschefin Alice Weidel dem "Tagesspiegel" (Freitagausgabe). Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, habe deshalb recht, wenn er die Fünf-Prozent-Hürde für überholt und unangemessen erkläre.

Papier hatte dem "Tagesspiegel" gesagt, er halte die Höhe der Sperrklausel bei Bundestagswahlen von fünf Prozent für "nicht mehr zeitgemäß". Er plädierte dafür, die Sperrklausel von fünf auf drei Prozent abzusenken.

Weidel wies diesen Vorschlag zurück. "Ehrlicher" wäre es, die Sperrklausel "gleich ganz abzuschaffen", sagte sie. Das Argument, mit der Sperrklausel eine Zersplitterung des Parlaments verhindern zu müssen, sei offenkundig nicht stichhaltig und vorgeschoben. Das bestätige nicht zuletzt die plötzliche Begeisterung aus den Reihen der SPD für den Vorstoß von Hans-Jürgen Papier, "die freilich weniger von ehrlicher Sorge um den demokratischen Wettbewerb als vielmehr von verzweifelten Abstiegs- und Überlebensängsten getrieben sein dürfte", so Weidel.

Mit dem Hinweis auf die SPD bezog sich Weidel auf die Äußerungen des SPD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Vize-Ministerpräsident Armin Willingmann, der die Fünf-Prozent-Hürde langfristig infrage gestellt hatte. "Wenn regelmäßig erhebliche Stimmenanteile knapp unterhalb der Sperrklausel unberücksichtigt bleiben, ist es legitim, darüber zu diskutieren und die Fünf-Prozent-Hürde grundsätzlich infrage zu stellen", hatte Willingmann mit Blick auf Papiers Vorstoß dem "Tagesspiegel" gesagt. Eine Drei-Prozent-Hürde wäre immer noch ein wirksamer Schutz vor einer Zersplitterung des Parlaments und sei auch bereits gelebte Praxis in anderen europäischen Ländern.

Ein entsprechender Vorschlag sei deshalb keineswegs abwegig und sodann sorgfältig verfassungsrechtlich und politisch zu diskutieren. Ganz akut stehe eine solche Reduktion der Sperrklausel nicht an, sagte Willingmann. Für vorschnelle Festlegungen sehe er keinen Anlass.

Es entbehre nicht der Ironie, dass ausgerechnet die SPD Sachsen-Anhalt just zu dem Zeitpunkt die Fragwürdigkeit der Fünf-Prozent-Klausel entdecke, da sie selbst an ihr zu scheitern drohe, sagte Weidel. Solange die Hürde dazu diente, unliebsame Konkurrenz für die etablierten Parteien zu benachteiligen, sei von solchen Bedenken nichts zu hören gewesen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 30.07.2026 - 11:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung