Samstag, 01. August 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Hoppermann: Wahlen im Herbst keine Gefahr für Merz` Kanzlerschaft
Dax startet mit deutlichen Zugewinnen - Infineon gefragt
Trump verkündet Einigung auf Entwaffnung der Hamas
Neue CDU-Generalsekretärin will auf Basis zugehen
Private Vermieter überhöhen Mieten fast so stark wie gewerbliche
Inflation im Euroraum legt zu
Recht auf Reparatur tritt in Kraft
Dax legt leicht zu - neuer Rekord verfehlt
Über 3 Millionen Arbeitslose in Deutschland - Zahlen steigen
Fifa hält an Abstimmung über Investorenpläne fest

Newsticker

00:00SPD-Generalsekretär will an Rente mit 63 festhalten
00:00Verfassungsschützer hält Überwachung aller Gefährder für unmöglich
00:00Auch Sozialverband VdK fordert weitere Debatte über Reformpaket
00:00CSU drängt Kartellamt zu Strafen gegen Mineralölkonzerne
00:00IW warnt vor den Folgen des Rhein-Niedrigwassers
00:00Güntzler räumt Fehler bei Absage des Verkehrsministerpostens ein
00:00Koalition plant keine weiteren Entlastungen für Autofahrer
23:05Mann bei Unwetter in Sächsischer Schweiz von Baum erschlagen
22:15US-Börsen stärker - Amazon-Zahlen überzeugen
21:51Weber kritisiert spanische Regierung wegen Ceuta-Chaos
21:25SPD begrüßt Urteil zu KI-Musik
21:14Julian Brandt wechselt zu Ajax Amsterdam
20:24Wetterdienst weitet Unwetterwarnung aus
20:17Gewinnzahlen Eurojackpot vom Freitag (31.07.2026)
19:48Hamburger Polizei will bei CSD "kein Risiko eingehen"

Börse

Zum Wochenausklang hat der Dax leicht zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.629 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, Siemens Energy und RWE, am Ende Symrise, Scout24 und Heidelberg Materials. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Verfassungsschützer hält Überwachung aller Gefährder für unmöglich


Tatort nach Todesfahrt beim CSD (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Der Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz in Thüringen, Stephan Kramer, hält eine flächendeckende Überwachung aller Gefährder in Deutschland für nicht möglich. Das macht er in einem Gastbeitrag für das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" zum Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day durch den als "Gefährder" eingestuften Islamisten Abdul B. deutlich.

"Der Begriff `Gefährder` ist keine strafrechtliche Verurteilung", schreibt Kramer. "Er bezeichnet eine polizeiliche Einschätzung, wonach einer Person politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung zugetraut werden. Allein aufgrund dieser Prognose kann jemand in einem Rechtsstaat nicht zeitlich unbegrenzt inhaftiert oder anders sanktioniert werden. Daraus entsteht ein reales Dilemma. Sicherheitsbehörden können eine Person für gefährlich halten. Für eine dauerhafte Haft müssen dennoch konkrete Straftaten nachgewiesen und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sein. Nach Verbüßung einer Strafe oder Aufhebung der Untersuchungshaft kommt die Person gegebenenfalls frei."

Er fügt hinzu: "Eine lückenlose Observation rund um die Uhr bindet sehr viele Einsatzkräfte und kann nur bei einer begrenzten Zahl von Personen dauerhaft durchgeführt werden. Selbst bei einer Überwachung lässt sich eine kurzfristige Tatentscheidung mit einem Fahrzeug oder Messer nicht zuverlässig verhindern. Ein deutscher Staatsbürger kann überdies nicht wie ein ausländischer Gefährder abgeschoben werden. Der Staat muss mit dem Risiko im Inland umgehen."

Das Bundeskriminalamt stufte zuletzt 410 Islamisten als Gefährder ein, hinzu kommen 65 rechtsextremistische und 17 linksextremistische Gefährder.

Kramer regt stattdessen andere Maßnahmen an: eine strafrechtliche Verfolgung von einschlägig Verdächtigen mit krimineller Geschichte bereits im Vorfeld, konsequente Auswertung digitaler und finanzieller Spuren, bessere Radikalisierungsprävention im Strafvollzug, engmaschige Übergaben nach der Haftentlassung, Waffen- und Kontaktverbote, soweit rechtlich zulässig elektronische Aufenthaltsüberwachung in Form von Fußfesseln sowie mehr und fachlich kompetentere langfristige De-Radikalisierungsarbeit. Er schreibt: "Da gibt es überall noch Luft nach oben."

Der Verfassungsschützer schreibt ferner, die Herkunft der Täter sei "kein brauchbarer Gefahrenindikator". Ein erheblicher Teil der heutigen Bedrohung entstehe vielmehr durch Menschen, die in Deutschland geboren oder aufgewachsen seien. Bedeutsamer sei das Alter. "Wir haben es generell häufig mit sehr jungen und digital radikalisierten Personen zu tun - und einer weiter sinkenden Altersgrenze", so Kramer. "Von den knapp 350 EU-weiten Festnahmen im Bereich jihadistischer Terrorismus waren 2025 laut Europol ungefähr 100 Personen höchstens 18 Jahre alt."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 01.08.2026 - 00:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung