Mittwoch, 05. August 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Dax setzt Rekordjagd fort - neuer KI-Schwung
Wüst schließt aktuell Wechsel ins Kanzleramt aus
PKGr-Chef: Ansturm auf Ceuta könnte hybrider Angriff sein
Bericht: Bundesregierung erwägt komplette Staatsübernahme bei KNDS
Immer mehr Rentenleistungen einkommensteuerpflichtig
Österreich drängt auf Asylverfahren außerhalb der EU
Forsa: AfD baut Vorsprung aus - Jeder Vierte unentschlossen
Dax legt zu - Preise für Öl und Gas sinken deutlich
Zahl der Asylanträge im Juli nahezu halbiert
Zwei Tote in Augsburger Asylunterkunft - Verdächtiger festgenommen

Newsticker

00:00Grüne kritisieren Prien wegen Kürzung von CSD-Förderung
00:00Ramelow will Volksabstimmung über Wehr- und Zivildienst
00:00Linke will Recht auf Wohnen im Grundgesetz
00:00Zivildienst-Comeback: Diakonie setzt auf Freiwilligkeit
00:00Weimer plant Skulpturensammlung an historischem Ort in Berlin
00:00Linke kritisiert steigende Zahl an Sonntagsbeschäftigten
00:00Rocholl warnt vor Aufschnüren des Rentenpakets
00:00DIHK: Zahl der Firmengründungen 2025 deutlich gestiegen
22:21US-Börsen legen deutlich zu - Dow erreicht Rekordhoch
20:31Gewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (04.08.2026)
20:17E-Auto-Zuschuss: Über 100.000 Anträge eingegangen
18:46CSU pocht auf Abschaffung der Rente mit 63
18:25Ökonom warnt vor höheren Spritpreisen wegen Niedrigwasser
18:08CSD-Anschlag: Dobrindt pocht auf härtere Maßnahmen
17:49Dax legt zu - Preise für Öl und Gas sinken deutlich

Börse

Am Dienstag hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.202 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start erreichte der Dax am Vormittag einen neuen Höchstwert und schwankte im weiteren Tagesverlauf im Plus. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Union stützt Makeiev-Kritik an Russland-Nähe von Parteien


Jürgen Hardt (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, erhält für seinen Vorwurf der Russland-Nähe einzelner deutscher Parteien Zuspruch aus der Union und von den Grünen.

"Jeder deutsche Wähler muss sich im Jahr 2026 leider die Frage stellen: Arbeiten die zur Wahl stehenden Parteien für Deutschlands Feinde?", sagte der außenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), der "Welt" (Dienstagausgabe). Die Loyalität von Volksvertretern zu Deutschland infrage zu stellen, sei ein gewaltiger Vorwurf, für den es aber leider mehr als nur Hinweise gebe. Sowohl AfD als auch BSW hätten "immer wieder bewiesen", dass sie "gegenüber Russland hörig" seien.

Auch von den Grünen im Bundestag kam Zuspruch für Makeiev. "Der Vorwurf des Botschafters hat Substanz", sagte die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Sara Nanni. Während sie bei den Linken tendenziell einen naiven, populistischen Radikalpazifismus als Ursache sehe, halte sie das Zusammenspiel Moskaus mit der AfD für koordiniert. Es habe in der Vergangenheit immer wieder Beweise für enge Verbindungen zwischen der rechtsextremen AfD und dem Kreml gegeben.

Nanni, die bis 2021 als Friedens- und Konfliktforscherin arbeitete, verwies auf AfD-Abgeordnete, die in der russischen Botschaft "ein und aus" gingen, und "nun ehemalige Mitarbeiter", die "für russische Dienste tätig" gewesen seien. Es sei ihr schleierhaft, was daran erstrebenswert sein solle, sich mit einem Massenmörder - der auch Deutschland bedrohe, sein Brudervolk in der Ukraine angreife und auch sein eigenes Volk auf die Schlachtbank treibe - zu verständigen, sagte Nanni.

Makeiev hatte zuvor der "Welt" gesagt, "dass es in Deutschland Parteien am rechten und am linken Rand gibt, die offenbar jeden Morgen Weisungen aus Moskau bekommen". Auf Nachfrage, ob er damit BSW, AfD und Linke meine, warnte der Botschafter "vor Autokratie, vor Ausländerhass, vor der Billigung von Kriegsverbrechen, vor Aggression".

Das BSW wies den Vorwurf zurück. "Der ukrainische Botschafter hat jedes Maß verloren", sagte BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht der Zeitung. Wahrscheinlich glaube er, wenn die Ukraine den Deutschen ihre wichtigste Energieversorgungsleitung wegsprengen könne, ohne dass das irgendwelche Konsequenzen habe, dann dürfe sie sich auch offen in unsere Wahlen einmischen.

Wagenknecht erklärte die Aussage des Botschafters zu einer Grenzüberschreitung: Makeievs Ton sei eine Unverschämtheit angesichts der vielen Milliarden, die die Ukraine in diesem Jahr wieder vom deutschen Steuerzahler erhalte, Geld, das auch von den Wählern der von ihm geächteten Parteien bezahlt werde. Der Bundesregierung sei die Ukraine offensichtlich wichtiger als die eigenen Bürger, die auch an der Tankstelle für die Fortsetzung des Krieges bezahlten.

Der außenpolitische Sprecher der AfD im Bundestag, Markus Frohnmaier, wies die Vorwürfe des Botschafters zurück. "Die AfD erhält und akzeptiert keine Weisungen aus Moskau", sagte er der "Welt". Herr Makeiev lüge und missbrauche sein diplomatisches Amt für parteipolitische Einmischung und gezielte Provokationen in Deutschland, behauptete er. Frohnmaier verwies auf die Aussetzung von Wahlen in der Ukraine seit 2022 sowie "gravierende Korruptionsrisiken" und warf dem Botschafter diesbezüglich eine unglaubwürdige "Selbstinszenierung als demokratischer Lehrmeister" vor. Mit einer AfD-Regierung würde der "deutsche Blankoscheck für Kiew" enden.

Die Linke sieht sich von Makeievs Aussagen indes nicht angesprochen. "Die Verurteilung von Kriegsverbrechen und Ausländerhass und die Stärkung der Demokratie erwarte ich von allen Parteien, ganz gleich, wo sie sich ansiedeln", sagte Bundesgeschäftsführer Jannis Ehling. Das gelte auch für die Regierungsparteien, die mit ihrem Rumgeeier beim Völkerrecht oder den schmutzigen Deals mit Autokraten genau dieses Gefühl von Doppelstandards und Unsicherheit beförderten.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 03.08.2026 - 15:52 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung