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Finanzmärkte aktuell:

Zeitung: Nazi-Verbrecher auf jüdischem Friedhof beerdigt

Heinrich Müller, der berüchtigte Chef von Hitlers Geheimer Staatspolizei (Gestapo) und einer der Hauptverantwortlichen für den Völkermord an den Juden, wurde nach "Bild"-Information 1945 ausgerechnet auf einem jüdischen Friedhof in Berlin beerdigt. 68 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs stehe damit auch endgültig fest, dass der NS-Verbrecher entgegen vieler Gerüchte das Kriegsende nicht überlebte. Das berichtet die "Bild-Zeitung" in ihrer Donnerstag-Ausgabe.

Professor Johannes Tuchel (55), Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, erklärte gegenüber "Bild": "Heinrich Müller hat das Kriegsende nicht überlebt. Seine Leiche wurde 1945 auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Mitte in einem Massengrab beigesetzt." Laut "Bild" belegen das Dokumente, die Tuchel in verschiedenen Archiven fand. Westliche Geheimdienste glaubten, nach "Bild" vorliegenden BND-Unterlagen noch lange, Gestapo-Müller hätte den Krieg überlebt. Im Sommer 1949 vermuteten ihn die Geheimdienstler im tschechischen Karlsbad. Professor Tuchel gegenüber "Bild": "Die Geheimdienste lagen vollkommen falsch. Müllers Leiche wurde im August 1945 in einem provisorischen Grab in der Nähe des ehemaligen Reichsluftfahrtministeriums von einem Beerdigungskommando gefunden." Historischen Dokumenten zufolge wurde der NS-Verbrecher damals eindeutig identifiziert. Tuchel: "Müllers Leiche trug eine Generalsuniform. In der inneren, linken Brusttasche steckte unter anderem sein Dienstausweis mit einem Foto." Dieter Graumann (63), Vorsitzender des Zentralrates der Juden, erklärte dazu gegenüber "Bild": "Dass einer der brutalsten Nazis-Sadisten ausgerechnet auf einem jüdischen Friedhof begraben ist, das ist eine geschmacklose Ungeheuerlichkeit. Hier wird das Andenken der Opfer grobschlächtig mit Füßen getreten."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 31.10.2013 - 04:20 Uhr

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