Samstag, 26. Mai 2018
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Bildungsministerin verteidigt "Nationalen Bildungsrat"
Verwaltungsrichter unzufrieden mit Gesetz zu Familiennachzug
Umfrage: Mehrheit sieht SPD derzeit untergehen
Kanzleramt darf Suche nach Kohl-Akten weiter geheim halten
BAMF hat keinen Leitfaden für Befragung von Flüchtlingen
SPD fordert von Merkel Machtwort gegen Seehofer
FDP macht bei BAMF-Untersuchungsausschuss Druck
Viele Unternehmen sehen sich durch Datenschutzregeln behindert
MH17-Abschuss: Hardt erwartet Verurteilung Russlands
Sozialdemokraten wollen Russland-Sanktionen überprüfen lassen

Newsticker

08:23Bildungsministerin verteidigt "Nationalen Bildungsrat"
08:19Bayern blockiert Reform der Asylprozesse
08:12Bundesfinanzministerium hält Trump für Konjunkturrisiko
08:07Bundesregierung ringt weiter um Besetzung der Kohlekommission
05:00Mehr als 5.100 Schulen erhalten demnächst schnelles Internet
03:00Oettinger verteidigt Schröders Wirtschaftstätigkeit in Russland
03:00Oettinger: Deutschland soll mehr für Verteidigung ausgeben
01:00MAD: Extremismus in Bundeswehr seit Wehrpflicht-Ende rückläufig
01:00EU-Haushaltskommissar kritisiert US-Zolldrohung für Auto-Importe
01:00Oettinger warnt Rom vor neuer Euro-Krise
01:00Grüne wollen bei Hausbesetzungen nachsichtiger sein
00:00Sozialdemokraten wollen Russland-Sanktionen überprüfen lassen
00:00Feuerwehrverband warnt vor Personalengpässen
00:00OSZE will Antisemitismus-Umfragen unter Flüchtlingen
00:00MH17-Abschuss: Hardt erwartet Verurteilung Russlands

Börse

Zum Wochenausklang hat der DAX zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 12.938,01 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,65 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sorgte für Rückenwind: Das Konjunkturbarometer stieg im fünften Monat des Jahres auf 102,2 Zähler, wie das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München am Freitagvormittag mitteilte. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Wetter: Regen lässt nach

In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge vorübergehend ab, ehe es später in der Osthälfte erneut zu regnen beginnt. Auch im Süden setzen wieder Niederschläge ein, wobei im Schwarzwald, auf der Alb und an den Alpen die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m sinkt. Darüber fallen einige Zentimeter Neuschnee und es tritt Glätte durch Schneematsch auf. [Weiter...]

Graphik: Deutscher Wetterdienst

DIW-Präsident wirft Weidel "Spiel mit dem Feuer" vor


Alice Weidel / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat der AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel vorgeworfen, mit ihren Äußerungen zur Einwanderungs- und Asylpolitik der Bundesregierung Deutschland zu schaden. "Die populistischen Attacken gegen Migranten sind ein Spiel mit dem Feuer. Das Wirtschaftsmodell und der Wohlstand Deutschlands hängen von offenen Grenzen und gegenseitiger Toleranz ab", sagte Fratzscher dem "Handelsblatt".

"Wenn im Ausland Menschen so über Deutschland und über Deutsche sprächen, wie dies manche Politiker in Deutschland über Migranten tun, dann würden wir nur wenige unserer Güter ins Ausland verkaufen können und viele Millionen guter Jobs wären gefährdet." Der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, plädierte dafür, der AfD-Fraktionschefin nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Er nahm dabei Bezug auf Siemens-Chef Joe Kaeser, der Weidel auf Twitter vorgeworfen hatte, mit ihrem Nationalismus "dem Ansehen unseres Landes in der Welt" zu schaden. "Frau Weidel hat die Maske ihrer gespielten Wohlanständigkeit wieder einmal fallen gelassen und versucht mit menschenfeindlichen Äußerungen Aufmerksamkeit zu erhaschen", sagte Horn dem "Handelsblatt". "Herr Kaeser hat ihr leider den Gefallen getan, zu reagieren." Das sei sicherlich gut gemeint gewesen, helfe aber nicht weiter. "Betretenes Schweigen jenseits des verdienten Schäuble‘schen Ordnungsrufs wäre angemessen gewesen." Der ökonomische Inhalt der Debatte sei jedenfalls "der weiteren Rede nicht wert". Weidel hatte zum Auftakt der Generalaussprache im Bundestag Protest der anderen Fraktionen provoziert und sich eine Rüge von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) eingehandelt. Mit Blick auf die Einwanderungs- und Asylpolitik der Bundesregierung hatte die 39-Jährige gesagt: "Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern." DIW-Chef Fratzscher bezeichnete es hingegen als eine der "wichtigsten und auch schwierigsten Herausforderungen" für Deutschland in den kommenden zehn Jahren, nicht nur Zuwanderer, sondern auch viele Deutsche in unsere Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu integrieren. "Denn Deutschland wird durch seine demographische Schwäche immer stärker auf Zuwanderung angewiesen sein, um den zunehmenden Fachkräftemangel zu dämpfen, die Sozialversicherungssysteme zu unterstützen und Wachstum und Wohlstand zu sichern", sagte der DIW-Chef. "Dies erfordert vor allem Toleranz und Offenheit, die leider bei manchen Politikern noch fehlen."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Bookmark and Share  

NEWS25-Meldung vom 17.05.2018 - 05:00 Uhr

   © news25 2015 | Impressum